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100 Jahre BSC 1899 _____________

 



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Ein Verein geht seinen Weg ______________

 

 

Um einen kleinen Überblick auf die damalige Zeit zu gewinnen, wird folgende Darstellung eingefügt:
Die Einwohnerzahl in Offenbach beträgt im Jahre 1900 50.468 Personen (Rumpenheim, Bieber und Bürgel sind noch nicht eingemeindet).
Oberbürgermeister der Stadt ist Dr. Brink.

An der Stadtverordnetenwahl am 14.12.1899 sind nur diejenigen wahlberechtigt, die „anerkannte Bürger“ waren und ein bestimmtes Einkommen nachweisen konnten; Frauen sind nicht wahlberechtigt. Von den 36 Sitzen gehen 17 als stärkste Partei an die SPD.

Die „Offenbacher-Zeitung“ erscheint an 6 Tagen in der Woche und kostet im Abonnement monatl. 75 Pfennig, vierteljährl. 2,10 Mark.

In den Anzeigen am 22.7.1899 werden angeboten:

1 Liter Vollmilch              20 Pfennig
1 Pfund Kaffee               90 Pfennig
1 Pfund Tafelbutter       115 Pfennig
1 Liter Magermilch          10 Pfennig
1 Hering                         7 Pfennig
1 Gescheid Kartoffeln     15 Pfennig


Angeboten wird auch ein „bürgerlicher Mittagstisch“ im Gasthaus Zum Rodensteiner für 50 Pfennig.

 
 

Nach dem Jahresbericht des Gewerkschaftskartells Offenbach von 1903 beträgt der Stundenlohn eines Handwerkers zwischen 40 und 56 Pfennig.

Die Firma „MAGGI“ wirbt in einer Anzeige bereits für ihre Würze.

Zwei große Übersee-Dampfschiffahrts-Gesellschaften bieten günstige Überfahrten nach Amerika an (freilich nicht als Urlaubsreise, sondern für die Auswanderer als Zwischendeckspassagiere).

Es wird außerdem bekannt gemacht, daß der Kaiser das „Invalidenversicherungsgesetz“ vollzogen hat (das deutsche Sozialnetz wird begonnen).

Beim Chemiewerk Oehler (später Hoechst Offenbach) arbeiten 2000 Personen. Die Firma Schlesinger bietet kostenlos Fahrradunterricht durch geschultes Personal an. In einem Leserbrief (den gab es damals auch schon) wird davor gewarnt, kleine Kinder mit auf dem Fahrrad zu transportieren.

Es mag ferner interessant sein, daß das am 6.9.1894 eröffnete Stadtkrankenhaus gerade 5 Jahre besteht, die Marienkirche noch gar nicht gebaut ist und 5 Monate nach der Vereinsgründung zum Beginn des neuen Jahrhunderts das Bürgerliche Gesetzbuch BGB in Kraft tritt.