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100 Jahre BSC 1899 _____________

 



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Ein Verein geht seinen Weg ______________

 

 

Über den Ausbau des ersten Platzes liegen einige alte Unterlagen vor. Es ist zur Hauptsache ein Schriftwechsel, der sich auf eingeholte Kostenvoranschläge mit verschiedenen Firmen und Handwerkern bezieht.

Aufschlussreich ist der Vertrag mit der Firma Buchsbaum vom 8.10.1908: Zu einem Preis von 3100,-- Mark erstellt die Firma Buchsbaum

·          ca. 415 Meter Schwartenzaun mit 2,25 Meter Höhe

·          ca. 115 Meter Dielenzaun

·          die Spielfeldumzäunung mit den Goalen (Toren)

·          2 Umkleideräume mit 2 Aborten.

Dabei verpflichtet sich die Firma, diese Arbeiten bis zum 21.10.1908 auszuführen.

Die Bezahlung soll derart erfolgen, daß am 1.12.1908 der Betrag von 600,-- Mark abgeführt und der Rest in 6 jährlichen Raten von „nicht unter 300,-- Mark“ bei einer Verzinsung von 4% abgezahlt wird.

Obwohl dieser Vertrag von der Firma Buchsbaum wie auch von 22 Mitgliedern des Vereins unterschrieben wurde, ist mit dickem Bleistift quer über die Vorderseite geschrieben:
„Dieser Vertrag ist nicht rechtskräftig geworden, am 4.8.1908 wurde ein neuer Vertrag erstellt.“
Über den Grund zur Aufhebung des ersten Vertrages und die Formulierung des neuen Vertrages ist leider nichts bekannt.

Schon vor der Zuweisung des ersten Platzes wurde bereits im Jahre 1907 um „unterstützende Mitglieder“ geworben, um mit einem Jahresbeitrag von 6,- Mark ein kleines Finanzpolster anzulegen. Über den Erfolg dieser Aktion ist nichts bekannt.
Nachdem aber der Platz zugewiesen wurde, begann der Verwaltungsausschuß mit seiner Tätigkeit, das für den Ausbau nötige Geld durch verschiedene Aufrufe zu beschaffen.

 

 

Es liegt uns eine Mappe mit dem Aufruf an die Mitglieder vor - darin sind insgesamt 1096,- Mark gezeichnet. Weiterhin existiert noch eine Mappe mit dem Aufruf an die Unternehmen der Stadt – hier sind insgesamt 245,- eingetragen.

Die von den Mitgliedern gezeichneten Beträge liegen zwischen 10,- und 20,- Mark. Bedenkt man, daß der durchschnittliche Wochenlohn eines Handwerkers etwa 20,- Mark betrug, so erreicht der Spendenbetrag einen halben bis zu einen ganzen Wochenlohn. Wer ist dazu heute noch bereit!