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Am 9.4.1927 löste sich der Zusammenschluß
verschiedener Vereine wieder auf und der BSC 1899 e.V. wurde wieder
selbständig. Damit mußte er sich aber eine neue Sportanlage aufbauen. Er fand
ein Areal am Gravenbruchweg auf der Rosenhöhe, welches ursprünglich eine
Kiesgrube gewesen war und auch „Pfadfinderweiher“ genannt wurde. Darüber
berichtet ein Artikel der „Offenbacher Zeitung“ vom 23.7.1927.
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Unterlagen über die Kosten zur Errichtung des
neuen Platzes liegen nicht vor. Aus dem Kassenbuch der Jahre 1934 – 1945 ist
zu entnehmen, daß an die Firma Bratengeier, die Laufbahn erstellt und Geräte
zur Verfügung gestellt hatte, folgende Beträge überwiesen wurden:
Rechnungsjahr 1933/34 1200,- RM
Rechnungsjahr 1934/35 1200,- RM
Rechnungsjahr 1935/36 1000,- RM
Rechnungsjahr 1936/37 400,- RM
Rechnungsjahr 1937/39 1150,- RM
Rechnungsjahr 1940/41 225,- RM
Rechnungsjahr 1942/43 850,- RM
von 1933 bis 1943 also insgesamt 6025,- RM
Es muß aber wohl angenommen werden, daß auch in den vorhergehenden Jahren
Zahlungen an die Firma Bratengeier geleistet wurden.
Wie wurden diese Geldmittel aufgebracht? Es liegt ein Aufruf zur Mithilfe vor
und weiterhin wurden Schuldscheine gefunden, datiert vom 27.6.1929, die
sicherlich mit dem Platzbau in Zusammenhang gesehen werden müssen.
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Es dauerte mehr als 1 Jahr, bis die neue Anlage
in Betrieb genommen werden konnte, denn es wurde weitgehend in Selbsthilfe
gearbeitet, wobei Arbeitsgerät, wie z.B. Feldbahn und Kipploren von der Firma
Bratengeier ausgeliehen wurden, die dann auch die Aschenbahn für die
Leichtathleten baute.
Seit dem 9. April 1927 ist der BSC 1899 also
auf der jetzigen Anlage, aber das Gesicht hat sich im Laufe der Jahre
verändert. Die Raumaufteilung der Spielfelder, der Laufbahn und der
Tennisanlage ist weitgehend geblieben und der tiefergelegene Rasenplatz mag
noch an die frühere Kiesgrube erinnern. Eingang, Clubhaus und Umkleideräume
befanden sich lange an der Westseite am Gravenbruchweg und wurden erst sehr
viel später auf den heutigen Standort verlegt.
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