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Sport ist gesund. Allerdings: Wer es übertreibt, tut seinem
Körper nichts Gutes. Das belegen unter anderem Statistiken, die
zeigen, dass ehemalige Leistungssportler schneller krank werden
oder sogar häufiger Krebs bekommen als Menschen, die wenig Sport
treiben. Der Grund ist, dass zu viel Sport und zu starke
körperliche Belastungen auf den Körper wie ungesunder Stress
wirken.
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Bei
längerer Überanstrengung bildet der Körper mehr Milchsäure (Laktat),
wodurch Blut, Organe und Muskeln übersäuern.
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Außerdem
werden die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin vermehrt
ausgeschüttet und der Cortisolspiegel steigt. Dadurch nimmt
die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit wieder ab.
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Gleichzeitig steigt die Konzentration der freien Radikale,
also der Teilchen, die die Körperzellen angreifen.
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Das
Immunsystem wird buchstäblich in Grund und Boden trainiert
und wird anfälliger für Infektionen (zum Beispiel Grippe).
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Besser im aeroben Bereich
trainieren
Ein effektives,
gesundes Training sollte in dem Bereich stattfinden, in dem der
Körper die Muskeln noch ausreichend mit Sauerstoff versorgen
kann. Fachleute nennen das den aeroben Bereich. Freizeitsportler
sollten etwa 70 Prozent ihres Trainings in diesem Bereich
absolvieren. Wer genau wissen will, ab welchem Belastungsgrad
der Körper die Schwelle vom aeroben zum anaeroben
(sauerstoffarmen) Bereich überschreitet, kann sich
sportmedizinisch untersuchen lassen.
Vorsicht bei
anaerobem Training
Wer bei richtigem Puls trainiert, kann sein Immunsystem um mehr
als 30 Prozent verbessern. Doch so wertvoll aerobes Training
ist, so negativ kann sich anaerobes Training auswirken. Es
bewirkt zwar eine Leistungssteigerung insgesamt, sollte aber
höchstens 20 bis 30 Prozent des Trainings ausmachen. Gerät man
nämlich in den Sauerstoffunterschuss-Bereich, bekommt der Körper
Stress. Die dabei freigesetzten freien Radikale zerstören
Gefäßwände und das Immunsystem, das Stresshormon Cortisol
schwächt körpereigene Abwehr.
Mehr Fett verbrennen
Wer meint, dass
mehr Belastung die Pfunde schneller schmelzen lässt, der irrt
sich. Abnehmen tut nur der, der sich im aeroben Bereich bewegt.
Denn beim sauerstoffreichen Training bleibt der
Blutzuckerspiegel konstant, es wird wirklich Fett verbrannt.
Außerdem wird das Sättigungsenzym Cholecystokinin ausgeschüttet,
das den Appetit reguliert. Wer so trainiert, kann seinen
Grundumsatz (Kalorienbedarf) um bis zu 25 Prozent steigern. Im
anaeroben Bereich hingegen verbrennt der Körper nur Zucker, aber
kein Fett. Da der Blutzuckerspiegel drastisch absinkt, verspürt
der Sportler dann meist einen regelrechten Heißhunger.
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